Cool Silicon

In der Region Chemnitz-Freiberg-Dresden arbeiten über 100 Clusterpartner gemeinsam an der Entwicklung energieeffizienter Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und schaffen so die Grundlage für die digitale Gesellschaft. Die Akteure aus Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen wie Globalfoundries, Infineon, X-Fab und Zentrum Mikroelektronik Dresden haben aktiv dazu beigetragen, dass sich die Region zu einem der führenden Mikroelektronikstandorte Europas entwickeln konnte.

CoolSilikon

Innovation durch Energieeffizienz

BMBF

Klimaschutz durch innovative Lösungsansätze
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Spitzenclusters erarbeiteten in den drei Themenfeldern Mikro und Nanotechnologien, Kommunikationstechnologien und Sensornetzwerke bereits zahlreiche innovative Lösungen, die den Energiebedarf zum Beispiel in den schnellen Mobilfunknetzen wie LTE signifikant senken. Denn die zunehmende Digitalisierung verbraucht etwa acht Prozent der global erzeugten elektrischen Energie und in der digitalen Gesellschaft von morgen wird sich der Datendurchsatz vervielfachen. Um Energie zu sparen, muss die Energieeffizienz in der Schlüsselbranche IKT massiv gesteigert werden. Das gelingt durch fortlaufende Miniaturisierung und Materialinnovationen zur Erhöhung der Funktionalität.

Maßgeschneiderte Lösungen
Im Themenfeld Mikro- und Nanotechnologie werden neue Systemansätze für energieeffiziente IKT-Produkte und deren Anwendung in Computern verfolgt. Das Projekt „Cool Computing“ zeigt, wie sich mit der neuen High-k-Metal-Gate-Technologie Hochleistungsprozessoren fertigen lassen, die die Laufzeit eines Laptops oder Smartphones um 30 Prozent erhöhen.

Energieautarke Systeme
Im Themenfeld Sensornetzwerke wurden energieautarke und kabellos vernetzte Sensorsysteme zur Steuerung und Überwachung vielfältiger Prozesse in verschiedenen Anwendungsfeldern entwickelt. Das Projekt „Cool SensorNet“ entwickelt Sensoren, die im Flugzeugbau oder bei Windkraftanlagen genutzt werden können. Die kleinen Sensoren leisten Großes, denn sie überwachen energieautark die Struktur und melden Verschleiß. Das eröffnet neue Chancen für den Bau leichter, verbrauchsarmer Flugzeuge aus Kohlefaserverbundstoffen.

Clusterallianz
Der Spitzencluster Cool Silicon war Ausgangspunkt für die europäische Clusterallianz „Silicon Europe – The Leaders for Innovative Electronics“, mit der Europas führende Mikroelektronikstandorte wie Silicon Saxony, die Niederlande, Frankreich, Belgien und Österreich die Position Europas in der Mikro- und Nanoelektronik sowie der IKT stärken wollen.

Digitale Gesellschaft
„Die im sächsischen Spitzencluster Cool Silicon im Förderzeitraum erarbeiteten energieeffizienten IT-Lösungen sind nicht nur Schlüsseltechnologien für die Mikroelektronik, sondern auch der Grundstein für eine weiterhin starke, traditionelle, produzierende Industrie in Deutschland. Schließlich sind Mikrochips heute allgegenwärtig – in Computern und in Telefonen, aber auch in Autos, Verkehrssystemen und der Medizintechnik“, sagt Prof. Dr. Thomas Mikolajick, Clusterkoordinator.