M A I Carbon

Im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt, dem Sitz des Spitzenclusters MAI Carbon, kooperieren derzeit circa 80 Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen. Die Gründungspartner Audi, BMW, Premium Aerotec, Airbus Helicopters, Voith Composites, die SGL Group sowie die Industrie- und Handelskammer Schwaben, die TU München und der Carbon Composites e. V. verbindet das Interesse an Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffen, insbesondere den kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Die Anwenderbranchen in diesem Technologiefeld sind der Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt sowie der Maschinen- und Anlagenbau.

MAI Carbon - Symbolbild

Carbon – Werkstoff des 21. Jahrhunderts

BMBF

CFK für die Serienproduktion
MAI Carbon will die Region zu einem europäischen Kompetenzzentrum für CFK-Leichtbau ausbauen. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette der CFK-Technologie erfasst. Die Forschenden im Cluster erproben innovative Kooperationsformen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um die Material- und Prozesskosten in den Anwenderbranchen für CFK weiter zu senken. „Wenn das gelingt, steht einem breit angelegten Einsatz von CFK in der Serienfertigung nichts mehr im Wege“, so Prof. Klaus Drechsler, Vorstandsvorsitzender von MAI Carbon. Die Arbeitsgruppe Wertschöpfung verfolgt die Etablierung von Standards, um eine künftige Normung zu ermöglichen. Bei erfolgreicher Implementierung der CFK-Technologie in Serienproduktion wird mit bis zu 5.000 neuen Arbeitsplätzen allein in der Clusterregion gerechnet. 

Leichtbau „zum Anfassen“
Um das Thema Carbon in die breite Öffentlichkeit zu bringen, geht der Cluster neue Wege. Von Mai 2014 bis Januar 2015 findet im Deutschen Museum in München eine Sonderausstellung mit dem Titel „Harter Stoff – Carbon, das Material der Zukunft“ statt. Organisiert wird die Ausstellung von MAI Carbon und seinen Partnern. Der mit 10.000 Euro dotierte Ideenwettbewerb „Schreiner arbeiten mit Holz – wer arbeitet mit Carbon?“ suchte nach einer neuen Berufsbezeichnung.

MAI Carbon 2.0
Um Vernetzung, Kooperation, Wissenstransfer und Ideenaustausch weiter zu intensivieren, aber auch um Prozesse zu digitalisieren, setzt das Clustermanagement auf die neue Kommunikationsstruktur MAI Carbon 2.0. Ziel ist, das Potenzial des Web 2.0 für den Cluster zu erschließen und die wettbewerblichen Interessen der Clusterpartner vor allem im Bereich des Know-how-Schutzes zu wahren.

Carbon international
Eine enge Kooperation verbindet MAI Carbon mit dem australischen Victorian Centre for Advanced Materials Manufacturing (VCAMM). Beide Cluster wollen CFK industriell in Serie produzieren. „Wir haben eine Vereinbarung mit MAI Carbon angestrebt, weil sie als einer der effektivsten und zuverlässigsten Composite-Cluster in Europa bekannt sind, und wir denken, dass ihr Cluster von großem Wert für die Entwicklung unseres Schwesterclusters in Australien sein wird“, sagt Brad Dunstan, CEO VCAMM, Australien. Die regelmäßige Teilnahme als Aussteller an der Fachmesse JEC in Paris sowie Delegationsbesuche sind weitere Schritte auf dem Weg zum internationalen Erfolg.